Am 19.03.2012 habe ich an die Frau Bundeskanzlerin Merkel einen offenen Brief (via Kontaktormular unter: http://www.bundeskanzlerin.de/Webs/BK/De/Service/Kontakt/kontakt.html ) geschrieben. Ich kann die Haltung der Bundesregierung, welche die Bürger hier vor Ort mit dem Problem alleine lässt nicht verstehen und nachvollziehen. Ich würde mich freuen, wenn möglichst viele von Euch diesen Brief ebenfalls auf dem gleichen Wege an die Bundeskanzlerin schicken um Sie ggfs. zum Überdenken ihrer Entscheidung zu bringen.

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

seit Monaten häufen sich die Zwischenfälle im französischen Atomreaktor Cattenom, der nur 12 km von der saarländischen Grenze entfernt ist. Der Stresstest hat gezeigt, dass dieses Kraftwerk weit davon entfernt ist, die aktuellen Sicherheitsstandards zu erfüllen.

Nach einem Bericht der in Trier erschienenden Zeitung „Volksfreund“ wird die Bundesregierung nicht auf Frankreich einwirken, um das AKW Cattenom, nahe der deutsch – luxemburgischen Grenze stillzulegen. Danach respektiere die Regierung die nationale Souveränität und werde sich nicht in die Energiepolitik anderer Länder einmischen. Sehr geehrte Frau Merkel, Sie engagieren sich aber in der Lösung der finanzpolitischen Problematik, und teilen Sarkozy mit, was zu tun ist. Was die Energiepolitik betrifft, enthalten Sie sich feglicher Verantwortung und Engagment. Wenn Sie, Frau Merkel, den Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland wirklich ernst meinen, dann ist es ein Muss, sich für den Ausstieg aus der Atomenergie in Frankreich zu engagieren. Die Bundesregierung hat sehr wohl die Verantwortung, die Interessen seiner Bürgerinnen & Bürger zu vertreten und zumindest auf eine sicherheitstechnisch umfangreiche Nachrüstung des AKW Cattenom hinzuweisen, dies nicht erst in 20 Jahren, sondern sofort. Das Ignorieren dieser Gefahr für ganz Europa kann keine angemessene Haltung der Bundesregierung sein.

Sehr geehrte Frau Kanzlerin, wir die Bürgerinitiative Cattenom Non Merci, beauftragen und fordern Sie dazu auf, sich in Gesprächen mit dem französischen Präsidenten auf eine Abschaltung des AKW Cattenom hinzuwirken. Ich kann die Erklärung der Bundesregierung einer „Nichteinmischung“ in die Energiepolitik nicht nachvollziehen. Der franz. & weitere Staaten bauen bewußt die Atomkraftwerke entlang der deutschen Grenzen, die im Falle eines Unfalls durch die vorherrschende Windrichtung der Staatsgebiete, uns als deutsche Bürger nicht vor Strahlenschäden schützen.- Im Falle eines Unfalls des inzwischen sehr betagten AKW Cattenom wären große Teile des Saarlandes, RLP, Belgiens, Lothringens und Luxemburgs für Generationen hinweg unbewohnbar. Von den schier unvorhersehbaren Auswirkungen auf den Rest Deutschlands und Europas bezgl. der Auswirkungen auf die Wirtschaft.

Wir beauftragen Sie Frau Kanzlerin und fordern Sie dazu auf, Ihre „Nichteinmischung“ nochmals ernsthaft zu durchdenken. Schließlich darf nach meiner Meinung ein Atomkraftwerk nur dann betrieben werden, wenn ALLES heute zum aktuellen Stand der Wissenschaft und Technik Mögliche zur Sicherheit des Kraftwerkes umgesetzt und ggfs. nachgerüstet wird. Passiert das nicht, so darf ein solches Kraftwerk nicht länger betrieben werden.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Weirich

Im Zuge meiner Verärgerung habe ich mich einer Inititative gegen das Atomkraftwerk Cattenom angeschlossen. Hier der Link dorthin: http://www.cattenom-non-merci.de/

Cattenom-Non-Merci

 

Hier noch ein Musterbrief zu dem Thema an Frau Merkel, welchen man mit der eigenen Adresse ergänzen kann und anschließend per „normaler“ Post ans Bundeskanzleramt schicken kann.

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