Am Dienstag Abend hat Google die Testversion eines eigenen Internet-Browser herausgegeben. Dieser nennt sich „Google Chrome“ und geistert in den letzten Tagen schon durch aller Munde und quer durch die Medien. 

Ich habe mir das gute Stück mal in Ruhe angeschaut. Derzeit ist der Browser leider nur für Microsoft XP und Microsoft Vista verfügbar. Laut Informationen von Google arbeitet man aber bereits an Versionen für andere Betriebssysteme wie Apple. 

Folgende Punkte sind mir an dem neuen Browser positiv aufgefallen:

 

  • Er ist extrem schnell. Er lädt Webseiten mit einer enormen Geschwindikeit. 
  • Er bringt einige Neuerungen auf das sogenannte „tabbed-browsing“ mit. Ist zwar nochmal eine kleine Umgewöhnung aber das neue System mit den Tabs ist im Vergleich zu Firefox und dem neuen Internet Explorer ebenfalls nochmals besser zu bedienen.
  • Die zentrale Adressleiste (in Chrome Omnibox genannt) dient nun nicht nur zur Eingabe der Webadresse sondern auch zugleich als „Suchfeld“ im eine Suche in Google zu starten. Während der Eingabe schlägt Chrome auch meist sehr treffende Möglichkeiten vor.
  • Optik: Chrome ist optisch ganz schick. Besonders hervorzuheben ist die extrem übersichtliche Menüführung. Es gibt nur sehr wenige Buttons und die verwendeten sind im Grunde selbsterklärend. Dies macht den Browser gerade für „Web-Einsteiger“ durchaus sehr interessant.
Negativ ist zu bewerten, dass bereits nach einigen Stunden seit der Browser verfügbar ist auch schon die ersten Sicherheitslücken entdeckt worden sind. Allerdings ist das etwas ganz normales bei neuen Produkten und trift im Grunde auf jede neue Softwareversion zu. (So ist beispielsweise der Internet Explorer oder auch der Firefox nie wirklich 100% fehlerfrei). Es bleibt abzuwarten wie sehr Google die Entwicklung voran treibt, damit dieses Produkt noch weiter reifen kann. 
Was ebenfalls sehr bedenklich ist, ist die „Omnipräsenz“ on Google bei Webdienstleistungen. Im Internet wird es langsam immer schwieriger an dem quasi-Monopolist Google vorbei zu kommen. Würde man alle Datenbanken von Google miteinander vernetzen wüsste Google sehr genau was der einzelne Webbenutzer genau im Internet tut.  Daher sehen Datenschützer diese neue Entwicklung bei Google auch eher kritisch. 
Fazit: Chrome ist ein toller Browser, der es verdient mal ausprobiert zu werden. Ich finde hier sind einige interessante neue Ansätze wie der „Browser der Zukunft“ aussehen könnte. Gerade Internet-Anfänger macht Chrome das Leben auf jeden Fall leichter und das Web „übersichtlicher“. 
Die Beta (=Testversion) von Chrome kann man sich unter der Adresse: http://www.google.de/chrome/ kostenlos herunterladen.
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Ein Kommentar zu “Der neue Google-Browser „CHROME“”

  1. Andreas Kohlam 11.09.2008 um 08:13

    Mit der änderung der EULA ist es wieder zu überdenken ob man den Browser nutzt, da man jetzt nicht mehr die Urheberrechte an eingaben in der Adresszeile des Browsers an Google für ein dauerhaftes, nicht zu widerrufendes, weltweites, gebührenfreies und nicht-exklusives Recht zur Reproduktion, Adaption, Modifikation, Übersetzung, Veröffentlichung, öffentlichen Aufführung, öffentlichen Anzeige und Weiterverbreitung übergibt.

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